
Die Etudes Australes haben, vergleichbar mit Cages Atlas Eclipticalis, astronomische Karten zur Grundlage. Atlas Australis ist ein Buch mit Sternenkonstellationen, die sich von Australien aus beobachten lassen.
Für seine Komposition legte Cage zunächst transparentes Papier über die Karten. Durch Zufallsverfahren des I Ging ermittelte er sodann einen komplexen Prozess kompositorischer Entscheidungen. So wurden nur ganz bestimmte Sterne von den Karten auf das Transparentpapier übertragen. Diese fügte Cage in ein musikalisches Notensystem ein und arrangierte sie zu Gruppen. Es entstand eine Partitur, die dem Interpreten Orientierung gibt, aber dennoch eine offene Struktur behält. So finden sich keinerlei rhythmischen Vorgaben und keine vertikalen Taktlinien. Die Angaben der Dauern sind relativ - bestimmt durch die horizontale Distanz zwischen den Noten auf der Partitur.
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Aufnahme
Etudes Australes
Book 1-4
(1978/1982)
Grete Sultan (piano)
Medium
3 CD's
Dauer
72'13'' (Book 1, 2), 45'13'' (Book 3), 52'14'' (Book 4)
Verlag
WERGO (WER 6152-2)
Erscheinungsdatum
1987/1992
Datensatz:2